Beim FDM-3D-Druck sind Brücken oft eine Herausforderung: Der Drucker muss Material in der Luft spannen, was zu unsauberen Kanten, Durchhängen oder Fäden führen kann.

Eine clevere Lösung: Statt einer freien Brücke einfach eine Fase mit 45° darunter konstruieren. So entsteht kein freischwebender Bereich, sondern ein sauberer Überhang. Dieser lässt sich problemlos ohne Stützstrukturen drucken. Stabil, schnell und optisch deutlich besser.

Ein konkretes Beispiel: Wir hatten bei einem Bauteil Lüftungsöffnungen konstruiert. Ursprünglich wären dort kleine Brücken entstanden. Mit einfachen 45°-Fasen in den Ecken konnte die Geometrie so anpasst werden, dass gar keine Brücken mehr nötig waren und das Teil ließ sich perfekt ohne Support drucken.

Überhänge bis zu ca. 45° sind für die meisten Drucker kein Problem. Wer also beim Konstruieren rechtzeitig daran denkt, spart nicht nur Stützmaterial, sondern auch Nacharbeit und Druckzeit.

Fazit

Wo immer möglich, lieber einen Überhang konstruieren statt eine Brücke.