Bevor wir überhaupt den „Druckknopf“ drücken können, steckt hinter jedem gedruckten Teil eine ganze Menge Arbeit und Know-how. Hier ein kurzer Überblick, wie bei uns ein Bauteil entsteht, am Beispiel eines Gehäuses für einen Raspberry Pi:

1. Konstruktion im CAD-Programm

Alles beginnt am Computer, bei uns mit Autodesk Fusion. Dort entsteht das digitale 3D-Modell des Bauteils. Dabei werden alle Maße, Details und Funktionen genau geplant. Die Konstruktion ist der wichtigste Schritt, denn sie entscheidet über Passgenauigkeit, Stabilität und Optik.

2. Vorbereitung im Slicer

Das fertige 3D-Modell exportieren wir als Datei (meist im STL-Format) und laden es in ein spezielles Programm, den sogenannten Slicer. Dieser „übersetzt“ das Modell in einzelne Schichten und berechnet die Bewegungsabläufe der Druckmaschine, also wie der Druckkopf sich bewegt, wo Stützstrukturen nötig sind und wieviel Material benötigt wird.

3. Der Druckvorgang

Jetzt kann der Drucker starten! Je nach Größe, Komplexität und Material dauert der Druck mehrere Stunden. In unserem Beispiel hat der Gehäusedruck über 13 Stunden gedauert und 413 Gramm Material verbraucht.




4. Nachbearbeitung

Nach dem Druck folgt oft noch eine Nachbearbeitung, wie zum Beispiel das Entfernen von Stützstrukturen oder eine Qualitätskontrolle, damit alles genau so passt, wie es geplant war.


So viel steckt also hinter einem einzigen Bauteil. Wir lieben es, diese technische Präzision mit Kreativität zu verbinden und echte Lösungen für individuelle Herausforderungen zu schaffen.